TRAUMASENSIBLES YOGA (TSY)
ingradual (48 UE) Basismodul Weiterbildung mit Joachim Pfahl und Team

16.-17.06.2018 bei Vishnus Vibes
Aufbau 1 – 26.-27.01.2019
Aufbau 2 – 30.-31.03.2019

Was genau ist Traumasensibles Yoga (TSY)?

Unsere zertifizierte Seminarreihe möchten Sie befähigen, den therapeutischen Wert des Yoga zu nutzen.

Vorwiegend kognitiv arbeitende Therapeuten lernen wie sie gewonnene Einsichten körperlich verankern und nachhaltig vertiefen können. Yogalehrerinnen werden sicherer in ihrer spontanen Reaktion auf zunächst unverständlich wirkendes Verhalten. Betroffene kommen in einen ersten Kontakt mit ihrem “inneren Arzt”. Die Teilnehmerinnen erfahren, wie Yoga mit unterschiedlichsten Zielgruppen durchgeführt werden kann (z.B. im Gefängnis, beim Militär, mit Flüchtlingen, im klinischen Kontext oder in der stationären Jugendhilfe). Es wird erfahren wie Yoga im Einzelsetting integriert werden kann.

In der weiterführenden Trauma Yoga Therapie Ausbildung hat die Selbsterfahrung mehr Raum. Was ich selbst erlebt, gespürt und erfahren habe, kann ich authentisch weitergeben. Die meisten Menschen haben im Verlauf ihres Lebens auch schmerzliche Erfahrungen machen müssen. In Demonstration, Partnerübung und Supervision wird die heilende Kraft von Achtsamkeit, Bezeugung durch eine Gemeinschaft und würdigende Begleitung erlebt, beobachtet und erfahren. Die Durcharbeitung und Verwandlung von Verletzungserfahrungen ist eine Voraussetzung, um später selber therapeutisch zu arbeiten. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, in die Dozententätigkeit einzusteigen – entweder im Rahmen unserer TSY-Ausbildungen oder in anderen Zusammenhängen.

Was bietet mir die zertifizierte Seminarreihe (TSY)?

In unserem Dozententeam fließen Erfahrungen aus dem Alltag einer psychotherapeutischen Praxis mit den langjährigen Erfahrungen in Yogalehrer-Ausbildungsschulen zusammen. So wechselt in unserer zertifizierten Seminarreihe der Blick mal aus einer psychotherapeutisch ärztlichen Perspektive sich mit dem Blick aus der Perspektive eines Yogalehrers ab. Östliche und westliche Professionalität ergänzen sich zu einem ganzheitlichen Verständnis von Heilung. Den Dozenten liegt eine Zusammenarbeit der unterschiedlich orientierten Berufsgruppen, die durch einen gemeinsamen Besuch der zertifizierten Seminarreihe (Basis- sowie Aufbaumodul 1 und 2) gestärkt werden kann, sehr am Herzen. Betroffene kommen in Kontakt mit ihrem “inneren Arzt”. Vorwiegend kognitiv arbeitende Therapeuten lernen gewonnene Einsichten körperlich zu verankern und nachhaltig zu vertiefen. Yogalehrerinnen werden sicherer in ihrer spontanen Reaktion auf zunächst unverständlich wirkendes Verhalten. Die Teilnehmerinnen erfahren, wie Yoga im Gefängnis, beim Militär, Flüchtlingen oder in einem Kinderheim angeboten bzw. in eine Einzelpraxis integriert werden kann.

Traumasensibles Yoga Basis Modul (16.-17.06.2018 bei Vishnus Vibes)

In diesem Basis- / Einführungsmodul geht es um ein grundlegendes Verständnis der körperlichen Vorgänge, die einerseits durch ein Trauma und andererseits durch das Üben von Yoga ausgelöst werden.

Ergebnisse der Traumaforschung, die deutlich machen, wie der menschliche Körper auf Schreckenserfahrungen reagiert, werden der heilenden Wirkung des Yoga gegenübergestellt. Während ein Trauma z.B. den Atem verflacht, die Muskeln verkrampft und die inneren Organe in einem Überlebensmodus erschlaffen lässt, vertieft Yoga den Atem, entspannt und kräftigt die Muskeln und stärkt das Immunsystem. Die Leitlinien des TSY, einer achtsamen Variante des Hatha-Yoga, werden vorgestellt. Erkenntnisse aus dem Bereich der westlichen Psychosomatik werden durch östliche Denkmodelle wie die Kosha-Lehre, den achtgliedrigen Pfad des Patanjali und Texte aus den Upanishaden ergänzt. Da Vermeidung eines der Hauptsymptome einer PTBS1) ist, gehört ein würdigender und achtsamer Umgang mit unangenehmen Empfindungen und Körpersensationen zu den Essentials des TSY. Wenn durch Entspannung und sensible Körperwahrnehmung kräftezehrende Abwehrmechanismen dahinschmelzen, können verdrängte Schmerzerfahrungen sich melden und alte Wunden aufbrechen. TSY hilft, dies in die Chance für einen tief greifenden Heilungsprozess zu verwandeln. Eine Prägung durch alte Geschichten kann durch neue Erfahrungen vervollständigt werden.

Das Bewusstsein über die unterschiedliche Funktionsweise der drei Schichten des Nervensystems, die einen unterschiedlichen therapeutischen Zugang brauchen, ist hilfreich. Theorie und Praxis haben in der Fortbildung den gleichen zeitlichen Platz. Was körperlich gespürt und erfahren wird, kann gewinnbringend weitergegeben und angewendet werden. Kognitiv verbal arbeitende Berufsgruppen erfahren, wie kleine Körperübungen einen frischen Geist und neue Energien bereitstellen.
Körpertherapeutinnen und Yogalehrerinnen lernen einen kompetenten Umgang mit manchmal unverständlich wirkenden Verhaltensweisen einzelner Teilnehmerinnen.

Von der Fortbildung können daher sowohl kognitiv verbal arbeitende (Psycho-)Therapeutinnen und Ärzte wie auch Yogalehrerinnen und andere Körpertherapeuten profitieren. Wir werben für eine Zusammenarbeit der unterschiedlich orientierten Berufsgruppen, die durch einen gemeinsamen Besuch der drei Module gestärkt werden kann. Auch in unserem Dozententeam fließen Erfahrungen aus dem Alltag einer psychotherapeutischen Praxis mit den langjährigen Erfahrungen in Yogalehrerausbildungsschulen zusammen. So werden Sie erfahren, wie Yoga im Gefängnis, beim Militär oder in einem Kinderheim angeboten bzw. in eine Einzelpraxis integriert werden kann.

1) Abkürzung für posttraumatische Belastungsstörung

Traumasensibles Yoga Aufbau Module (noch offen)

Aufbauend auf den Erfahrungen und Erkenntnissen des Basis Moduls werden die Teilnehmerinnen nun mit den drei wichtigen Energiequellen des Yoga und ihrer je besonderen feinstofflichen Wirkung vertraut gemacht. Die Wechselwirkungen von Bewegung, Atem und Bewusstsein werden unter Anleitung erforscht. Mit besonderer Aufmerksamkeit für die Auswirkungen von Traumata werden spezielle Pranayamatechniken, Asanas und Sequenzen praktiziert. Der Präsenz wird geschult, sodass auch feinstoffliche Energie-Empfindungen wahrgenommen und gespürt werden können. So kann durch Einüben der Beobachterhaltung auch der Unterschied zwischen einer achtsamen Distanz und einer Dissoziation wahrgenommen werden. Das Bewusstmachen der sich immer wieder verändernden Ego-States vertieft die Achtsamkeitspraxis.

Erkenntnisse der sensomotorischen Entwicklungslehre werden mit Übungen zur basalen Stimulation durch Yoga körperlich erfahren. Oft lassen sich bereits nach kurzen Übungsfolgen wahrnehmbare Wirkungen beobachten, dies auch sprachlich festzuhalten stärkt die Selbstwirksamkeit und ermöglicht neue Handlungsoptionen. Resilienz wird als Körpererlebnis handhabbar und bereichert den Handwerkskoffer für Stabilisierungsmöglichkeiten.

Im zweiten Aufbaumodul wird ein tieferes Verständnis des Trauma-Verarbeitungsprozesses, der im Wechsel zwischen Auftauchen und Wieder-sinken-lassen stattfindet, vermittelt. Beides ist gleich wichtig und es werden hilfreiche Methoden des TSY für den einen wie für den anderen Pol besprochen und geübt. Im TSY werden Trigger als Wunsch nach Integration verstanden. Sie liefern wichtige Informationen für den Weg zu einer ganzheitlich authentischen Persönlichkeit.

Dennoch können auftauchende Trigger-Situationen eine Herausforderung darstellen. In einer Yoga-Gruppenstunde z.B. ist eine gute Balance zwischen begleitender Unterstützung der/des Betroffenen und Einbeziehung der Restgruppe gefordert. Die Kenntnis der Spiegelneurone und ihre zielgerichtete Nutzung macht es möglich, die/den Betroffenen auf der Bewusstseinsebene zu erreichen, auf der sie/er sich in diesem Moment befindet. Stabilisierungs-, Zentrierungs- und Erdungsübungen, die das hohe Erregungsniveau auf ein gesundes Maß reduzieren, werden besprochen und erprobt. Eine Psychotherapeutin oder eine Yogalehrerin, die gelernt hat, Ruhe zu bewahren und Sicherheit und Kompetenz auszustrahlen, kann sowohl im Einzel- wie im Gruppensetting die Situation für alle entwicklungsförderlich gestalten und die Krisensituation in die Chance zu einem tiefgreifenden Heilungs- und Integrationsprozess verwandeln, von der auch eine gegebenenfalls begleitende Restgruppe profitieren kann.

Teilnehmerzahl ist auf ca.12 Personen begrenzt

Kurszeiten:

Samstag 09.00-18.45 Uhr, Sonntag 09.00-16.00 Uhr / Abweichungen vorbehalten.


Tarif:

350 €


Eure Anmeldung tätigt bitte direkt bei Joachim:
https://www.traumasensiblesyoga.de/traumasensibles-yoga-basis-modul/